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Konrad Bayer , Franz War | |
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| Dichter Gedicht Locatie Sinds | |
Franz War franz war, war franz? franz. war. wahr. war wahr. wirr. wir. franz, wir! wir, franz. ihr. franz war wirr. war franz irr? wirrwarr. | Franz Was franz was was franz? franz. was. waar. was waar. verward. wij. franz, wij! wij, franz. u. franz was verward. was franz in de war? wirwar. |
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franz in meiner hand liegt eine kugel. es wird dunkel. was ist
eine kugel? was ist eine hand? was kann man mit einer kugel und einer hand
anfangen? franz zuckt teilnahmslos mit den schultern. gestern war es sehr
heiss. ich lasse die kugel zu boden fallen. sie springt empor und fällt.
jetzt liegt sie still vor meinen füssen. f franz ist ganz weiss. er hat weisse hände, eine weisse nase,
weisse lippen und weisse haare. sein anzug ist weiss. seine weisse krawatte
ist sorgfältig geknotet. meinetwegen soll er hier sitzenbleiben. ich werde
diese tür aufmachen und das zimmer verlassen. in meinen schuhen steht
heisses wasser. grosse blumen zerplatzen in den wolken. über meine bände
läuft der schweiss. mein hemd klebt am rücken. ich öffne den kragen. franz steht zwischen den weissen wänden. er dreht mir den rücken zu. sein weisses hemd klebt an seinem weissem körper. er nimmt die kugel vom boden. er hebt sie empor, als ob sie ohne gewicht wäre.ich sitze und öffne die augen und ich sehe franz. es ist unerträglich hell geworden. franz ist ganz weiss. ich werde bleiben. der schweiss läuft mir in die schuhe. ich lasse die hände fallen. sie hängen ganz ruhig. vor mir brennt eine weisse flamme. ich presse meinen schwitzenden leib gegen die glühenden wände. mein rücken dampft. die heisse, weisse flamme drängt mich gegen die wand des zimmers. die ruhige stimme sagt: setz dich. das zimmer ist ganz weiss. es riecht nach verbranntem papier. der beissende rauch treibt mir das wasser in die augen. ich kann nicht mehr atmen. der husten treibt mir den schweiss aus den poren. der raudi brennt in den lungen. ich bewege mich langsam. ich hebe die hände, als ob sie ohne gewicht wären. vor mir brennt eine unerträglich heisse, weisse flamme. ich schlage mit der faust gegen die wand. eine stimme sagt ruhig: setz dich. es riecht nach verbranntem papier. meine hände sind ganz weiss. ich gebe zu, franz ist gott. | |
| (Konrad Bayer, 1958) | |
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